Literatur

Kultur, Bereich: Literatur

Junges Literaturland Hessen – Schüler begegnen Autoren

CDF-Montage

junges-literaturland-hrFünf Autoren, fünf Schulklassen, fünf Orte: Schülerinnen und Schüler entdecken das Junge Literaturland Hessen mit eigenen Texten, Soundcollagen und Interviews.
Das „Junge Literaturland Hessen“ ist Teil des Gemeinschaftsprojekts „Literaturland Hessen“, das von hr2-kultur, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Literaturrat e.V. getragen wird und in Zusammenarbeit mit den literarischen Institutionen Hessens und regionalen Partnern die Literaturgeschichte(n) des Bundeslandes erlebbar macht. [Zitat von der Seite beim HR]

 


 

Blauer Salon im Haus der Romantik
Blauer Salon im Haus der Romantik

Wir sind Schüler aus den Jahrgängen 8 und 9, die zumindest eins gemeinsam haben: die Lust am Schreiben. Nach der Kick-off-Veranstaltung im Marburger Haus der Romantik freuen wir uns besonders auf die weitere Arbeit mit unserem Patenautoren Matthias Göritz. Bei unseren ersten Schreibversuchen hat Matthias Göritz es geschafft, jeden von uns auf eine Idee zu bringen, sich den historischen Persönlichkeiten der Marburger Romantik zu nähern und die Gegenstände im Museum zum Sprechen zu bringen.
Hinter uns hängt der Bilderteppich mit den Gesichtern derjenigen, deren literarische Spuren wir suchen und verstehen wollen. Clemens von Brentano, Bettine von Arnim …

 


 

Wir Romantiker! Ein Abend im Spiegellustturm KaiserWilhelmTurm

Kurze Dialoge, Haikus, Romantische Briefe, Ding-Gedichten begleitet von Klavier und Gitarrensongs. Und: was ist eigentlich Romantik? Matthais Göritz macht einen Versuch…
Hört hier einen Ausschnitt auf der Seite des hr.

 


 

Briefe an die Romantiker

 

Mein lieber Freund,
ich danke Euch für Euren letzten Brief. Es ist sehr schön hier in Marburg. Die Philipps-Universität entstand bereits im 14. Jahrhundert. Leider konnte ich noch keinen Blick in sie hinein werfen; ich bin mir sicher, dass es schön wäre. Die Elisabethkirche hat 80m hohe Türme und einen wirklich sehr schönen Innenraum, doch leider ist es dort auch sehr kalt. Es wäre schön, wenn es in Zukunft wärmer werden würde. Ich würde mich freuen, Euch in Marburg herumführen zu dürfen. Obwohl Marburg auch nicht so ansehnliche Seiten hat. Uneheliche, schwangere Frauen werden für Unterrichtszwecken untersucht. Doch im Allgemeinen steigert sich das Wissen im Bereich Medizin. Ich würde mich ebenfalls freuen, wenn Ihr mir etwas über Eure Stadt erzählen würdet. Mein Umzug von Landshut hierher war zwar anstrengend, aber ich bin froh, nun hier zu sein. Ich würde mich über Eure Anwesenheit freuen. Ich würde Euch bitten, mir mehr über München zu erzählen, es hört sich famos an.
Ich grüße Euch,

Bettina Brentano

Von: Catalina O., 9c

 

Grimm an Grimm

 

Lieber Bruder Jacob,
Gedanken und Ideen die ich euch, liebster Bruder, mitteilen muss. Heute kam ich am Brunnen mit einer Magd ins Gespräch. Sie erzählte mir eine hübsche Geschichte, in der es um vier Bremer Stadtmusikanten ging. Einen Esel, einen Hund, einer Katze und einen Hahn. Sie verjagen Räuber aus einer Hütte und leben von nun an dort. Es sei in aller Munde und jeder erzähle es herum. Ihr müsst eine richtige Geschichte daraus machen. Marburg ist eine nette Stadt, die einen schönen Marktplatz hat. Die Mägde erzählen sich, während der Arbeit, Geschichten, die aber nie festgehalten werden. Schade, dass alle Geschichten in Vergessenheit geraten. Aufschreiben müsste man sie, festhalten für die Ewigkeit. Komm nach Marburg, der Stadt der Geschichten. Wir müssen diese Geschichten aufschreiben und ein Buch daraus binden.
Euer Bruder

Wilhelm Grimm

Von: Sophia W., 9c


 

P1130658P1130647(zumVergrößern Bild anklicken)

 

 

 

 


 

 

Eine Kerze, eine Uhr…

 

Die Kerze

Du erleuchtest hell die Dunkelheit.
Gibst uns so den Blick auf Dinge, die wir so betrachten können.
Du knisterst leise. Dein Flackern lässt meine Augen staunen.
Du schenkst uns so viel wärme, verjagst die Kälte.
Du lässt uns Zeit zum Nachdenken und gelassen sein.
Mit einem Pusten erlischst du, doch die Eindrücke durch dich bleiben hängen.
Egal ob dein Licht erlischt.

Von: Paula Charlotte B., 8c

 

Die Uhr

Manchmal stört sie,
manchmal ist sie hilfreich.
Und doch ist sie alleine.
Keiner redet mit ihr- nur wenn sie nicht funktioniert.
Jeder hat eine,
doch sie ist allein.
Sie tickt 24 Stunden am Tag,
7 Tage in der Woche,
52 Wochen im Jahr,
365 Tage im Jahr und wenn sie nicht funktioniert,
dann wissen wir, dass sie vorerst das letzte Mal schlug.
Immer soll sie funktionieren, doch funktionieren wir immer?
Sie tickt und tickt und tickt. Doch arbeiten wir?
Doch ohne sie sind wir orientierungslos,
wir brauchen sie,
sie ist allein und wichtig.
Die Uhr.

Von: Catalina O., 9c

 

Die Schreibfeder

Was hat Schreiben mit Fliegen zu tun? Nichts!
Lautlos fliegt der Vogel mit ihr durch die Lüfte.

Nur ein kratzen auf dem Papier ist die Alternative.
Liebenswerte Sätze, oder hasserfüllte Briefe.

In den blauen, großen, weiten Himmel hinaus.
In das blaue Tintenfass rein und wieder raus.

Tintenflecke kann man nicht vermeiden, doch das liegt nicht an mir.
Eher an dem Schreibenden.

Fluchen und Schimpfen ist was ich hör`
Rechtschreibfehler sind nicht wegzudenken.

Zu feste Griffe fühle ich.
Keiner nimmt Rücksicht.
Vorsichtig ich bin zerbrechlich!

Heute ersetzt durch Füller und Kugelschreiber,
in Vergessenheit geraten.
In Museen ist nun mein Zuhause.

Von: Sophia W., 9c

 


 

Bei dem Projekt „Schreibkunst“ wurden die Schülerinnen von dem Autor Dr. Bernhard Kegel gecoacht.
(Zum Vergrößern Bild klicken)

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5(Zum Lesen einen Titel wählen)

Bis ich fliegen kann

Nirgendwo hin

Romeo und Paris