Eltern

Was wünschen sich Eltern, wenn sie ihr Kind in die weiterführende Schule schicken?
Eine Schule,
  • die sich Zeit nimmt für mein Kind
  • die meinem Kind Zeit lässt, sich zu entwickeln
  • die mein Kind gut betreut, während ich arbeite
  • die meinem Kind Raum bietet, sich auszuprobieren
  • die meinem Kind die Entwicklung zu einer kritischen, eigenständigen Persönlichkeit ermöglicht
  • die Kinder gern besuchen und wo Lehrer gern unterrichten
  • die Demokratie lebt und Eigeninitiative belohnt
  • die die Leistung, die mein Kind bringen kann, fordert und fördert
  • die Zivilcourage und Wertschätzung aller untereinander fördert und pflegt
  • die nach Elternmeinungen fragt und nicht nur nach Kuchen fürs Buffet.

Die RGS hat sich auf den Weg gemacht, sich grundlegend zu verändern. Dieser Weg ist lang und wir Eltern wollen ihn aktiv mitgestalten. Wir wünschen uns von der RGS:

  • dass unsere Kinder gern in die Schule gehen. Durch die sinnvolle Verknüpfung von Unterricht mit Zusatzangeboten und Freizeit wird den Kindern Lust auf Schule gemacht.
  • dass die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen unserer Kinder berücksichtigt werden, eine individuelle Förderung möglich ist und dadurch Lernchancen genutzt werden.
  • dass die Entwicklung zur KulturSchule dazu führt, dass kulturelle Angebote in alle Bereiche des Schullebens vordringen und damit auch die Lehr- und Lernkultur insgesamt verändert wird.
  • dass mit der Öffnung der RGS durch die Kooperation mit Partnern aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport, Uni, Kinder- und Jugendhilfe sowie Betrieben vor Ort immer wieder neue Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung und neue Perspektiven eröffnet werden.

Welche Erfahrungen machen Eltern an der RGS?

Die RGS ist eine überschaubare Schule mit Lerngruppen von meist 20 bis 25 Schülerinnen und Schülern. Das waren auch schon in der Vergangenheit gute Voraussetzungen zum Ankommen in der neuen Lebensphase in einer angenehmen Lernumgebung. Die „starken“ Seiten eines Kindes können so weiter gefördert werden, anstatt sich auf die Defizite zu konzentrieren. Die schwierige Entscheidung – wohin führt der Weg meines Kindes – hat tatsächlich Zeit zu reifen. Alle Türen bleiben lange offen. Jetzt will sich die RGS weiterentwickeln, um dadurch weitere Potenziale zu erschließen. Und da wollen wir Eltern gern mittun.

Viele der oben aufgeführten Ziele sind in der RGS bereits auf dem Weg zur Umsetzung. Fächer wie ‚Lernen lernen‘, Projekttage und kulturelle Angebote als fester Bestandteil des Schulalltages, überschaubare Teams von Lehrerinnen und Lehrern, die sich konzentriert „ihrem“ Jahrgang widmen, ermöglichen den Schülern Strategien zu entwickeln, um sich selbst zu organisieren, selbständig Neues zu erarbeiten und Gelerntes zu vertiefen. Ebenso wird ihnen ermöglicht, Sozialkompetenzen zu erwerben und diese im Alltag anzuwenden.

Andere Ziele, wie die Einführung einer neuen Lern- und Lehrkultur, stehen noch ganz am Anfang, brauchen aber, wie das Beispiel Abschaffung der Hausaufgaben zeigt, einen längeren Atem und Durchhaltevermögen.

Bei all diesen Entwicklungen und Veränderungen werden wir Eltern aber auch darauf achten, dass die Belange der höheren Klassen, die von diesen Veränderungen nicht mehr so stark werden profitieren können, nicht außer Acht gelassen werden.

Gesellschaftliche Problemen wie Mobbing, Drogen, Gewalt, wie sie an allen Schulen vorkommen, werden hier nicht totgeschwiegen – Hinschauen, Reagieren, Helfen – diese so einfach klingenden Worte werden ernst genommen und praktiziert.

Nicht nur Lehrer und Schüler arbeiten zusammen – auch Eltern sind Teil der Teamschule. Gemeinsame Problemlösung erfordert die Mitarbeit aller. Natürlich brauchen wir auch Rückmeldungen die wir von allen an der Schule bekommen, um auf die anstehenden Themen zu reagieren. Deshalb nutzen Sie die Möglichkeit uns anzusprechen, am einfachsten per E-Mail: SEB@richtsbergschule.de

Das Kollegium und die Schulleitung zeigen Energie und Mut, sich auf neue (bessere) Wege einzulassen und zu engagieren. Wir als Eltern möchten diesen Weg mitgehen und unterstützen! Wenn sich alle Beteiligten dabei achten und beachten, gehen viele unserer Wünsche in Erfüllung.

Für den Schulelternbeirat
Andreas Piper (November 2012)