Ankommen in der weiterführenden Schule

Die Neugestaltung der Jahrgänge 5 und 6 in den letzten Jahren genießt eine breite Akzeptanz in der Schulgemeinde der RGS. Die veränderten Unterrichtszeiten, die GTS-Bänder, die Fächer Lernen lernen/soziales Lernen und der Projekttag sind seit einigen Jahren erfolgreich etabliert und haben sich bewährt. Dies ermöglicht den jüngsten RGS-Schülern nicht zuletzt einen sanften Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe.

Projekttag_5-6_2Der Rhythmus des Lernens wird von inhaltlichen bzw. sozialen Kriterien bestimmt; er folgt einem Wechsel von Konzentration und Entspannung anstatt einem unflexiblen Gong. Die weitgehende Umstellung auf Doppelstunden ermöglicht in den Hauptfächern Deutsch, Gesellschaftslehre (GL), Englisch und Mathematik ein zunehmend individualisiertes, kompetenzorientiertes Arbeiten. In der sogenannten Lernzeit wird inzwischen unter Anleitung der Fachlehrer-/innen immer öfter bei geöffneten Türen gearbeitet. Dies geschieht in der Zwischenzeit klassen- und fächerübergreifend. Die Lehrerrolle verändert sich spürbar in Richtung ‚Coach’ oder ‚Lernbegleiter’.

Selbsteinschätzungsbögen und ein umfangreicher Materialpool ermöglichen jedem Schüler zunehmend selbstständiger zu lernen.
Das hatte auch zur Folge, dass die äußere Differenzierung, also die Einteilung der Schülerinnen und Schüler in den Fächern Mathematik und Englisch in den Jahrgängen 6 und 7 aufgehoben wurde und diese binnendifferenziert im Klassenverband arbeiten. Damit haben sie die Möglichkeit, drei verschiedene Schwierigkeitsgrade zu erproben und so ihre Leistungen zu steigern. Dies motiviert die Schülerinnen und Schüler sehr.

In Zusammenhang mit dem Klassenrat soll das „Assembly“ einen weiteren Beitrag zur Demokratieerziehung leisten. Diese Versammlung bietet ein Forum, Organisatorisches zu besprechen, aber auch zunehmend Ergebnisse aus dem Unterricht zu präsentieren. Die Erfahrungen in diesem laufenden Schuljahr in Form von punktuell einberufenen Clusterversammlungen (z.B. Vorbereitung des Wanderwochenabschlussfestes, Besprechung neuer Regeln, Einstimmung auf einzelne Projekttage oder die Projektwoche) waren sehr ermutigend.

Die Klassenlehrerinnen und -lehrer sowie die Fachlehrer gehen mit einem großen Anteil ihrer Stunden, meist sogar mit ihrer vollen Stundenzahl in den Jahrgang 5 bzw. 6.

Dieses „Kleine Team-Modell“ ermöglicht eine enge Kooperation der Kolleginnen und Kollegen.

Die Klassenlehrer übernehmen zusätzlich zu dem Unterricht in ihrer eigenen Klasse noch ein Hauptfach in einer weiteren Klasse. Die Schülerinnen und Schüler haben, der Grundschule vergleichbar, eine überschaubare Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern, die ihnen sehr schnell vertraut sind.
Es erlaubt eine umfassendere Begleitung der Schüler, einen besseren Einblick in ihren schulischen Entwicklungsstand und eine somit einhergehende bessere Vorbereitung auf die nächsten Schritte, die sie gehen werden, wenn sie unsere Schule nach dem 9. bzw. 10. Schuljahr verlassen.

Das „Kleine Team-Modell“ erhöht die Chancen, in Zusammenarbeit mit Kollegen, Eltern und Kooperationspartnern möglichen Fehlentwicklungen vorzubeugen oder rascher entgegenwirken zu können.

Im Schuljahr 2015/2016 ist das Konzept des „Kleinen Team-Modells“ bis in den Jahrgang 9 erprobt und bewährt.