Jahrgang 5/6

Konzept zur Berufsorientierung (BO) an der RGS


1.
Verankerung im Stundenplan /Materialien:

Anbindung an Lernen lernen (LL) und Soziales Lernen (SZ) durch curriculare Verknüpfung ( siehe Überschneidungen LL, SZ und BO ).

Praktischen Umsetzung: Jede Woche 1 Std. BO, abwechselnd einmal in der LL – Stunde und einmal in der SZ – Stunde. Somit ist BO als Fach gesichert mit 1 Std. pro Woche und LL und SZ können sinnvoll verbunden werden.

Voraussetzung: BO,LL und SZ muss in Klassenlehrerhand bleiben!

Es existiert ein BO – Ordner (Lehrer) für Jg. 5/6 mit Materialien, Arbeitsblättern und Vorschlägen zu Unterrichtsinhalten etc.. Ergänzend dazu soll für jeden Schüler ein Schülerarbeitsband: Starke Seiten, Berufsorientierung 1, Klett – Verlag 2010 (Preis: 7,95 Euro) angeschafft werden, der für BO ideal aufbereitet ist, LL und SZ mit BO

verknüpft und mit dem in Jg. 5 und 6 konkret und praktisch gearbeitet werden kann.

Ein Anschauexemplar mit Lehrerband steht im Berufswahlbüro!

Ein schuleigener BO – Ordner/Portfolio -Ordner (BO-me) für die Schülerhand soll ab Jg. 5 bis Jg. 10 geführt, bearbeitet und ergänzt werden und 4 große Kapitel beinhalten:

  1. Über mich
  2. Arbeitsplätze und Berufe
  3. Zertifikate
  4. Selbsteinschätzungen

+ ABs aus BO – Heft und Zusatzmaterialien

2. Schwerpunkte:

  • ERKUNDEN
  • STÄRKEN ENTDECKEN
  • INTERESSEN und FÄHIGKEITEN FESTSTELLEN und ENTWICKELN
  • BASISWISSEN FÜR DAS ARBEITEN MIT DEM COMPUTERS

3. Inhalte:

3.1 Klassenfindungen (Wichtig: Termine ganz an den Anfang des Schuljahres legen!) Kennenlernen, Gruppenzugehörigkeit, Rollen- und Selbstwahrnehmung

3.2 Module nach „Starke Seiten, BO 1“:
Überblick behalten

  • (Arbeitsmaterial siehe BO – Ordner) Unterlagen ordnen
  • ergänzend: Stark in GL 1 Stärken entdecken
  • Konflikte lösen
  • Im Team arbeiten
  • Verantwortung tragen
  • Betriebe finden
  • Arbeitsplätze erkunden
  • Veränderungen erkennen
  • Zukunft planen

3.3 Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen, besondere Leistungen und vor allem auch Arbeitstugenden lassen sich in den Lernbereichen Lernen lernen, Soziales Lernen und vor allem in den einzelnen Projekten an den Projekttagen besonders gut feststellen, rückmelden und bescheinigen und vermitteln, sollten aber auch in den einzelnen Unterrichtsfächern reflektiert werden (Ganzheitliche Betrachtung der Schüler! ).

(Ernährung: ich kann besonders gut, bin teamfähig.; Musik: Instrumente spielen; Wald: Fertigkeiten, Förster; Schwimmen: Leistungen; NaWi: Kenntnisse, Labor.)

Zur Beachtung: ETEP – Stunden und Beratung nutzen!

Wichtig: Stärken bescheinigen, keine Schwächen!

Ein Forum für Stärken schaffen!

Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls jedes

einzelnen

Wer kann was gut? Wo bin ich gut? Differenzierte Betrachtungen,

Selbsteinschätzungen/Diagnose…

Zertifikate hierzu werden im BO – Ordner gesammelt.

Nicht mit Zertifikaten wuchern, sondern gezielt bescheinigen! (Gemeinsame Leitlinien hierzu unbedingt im Team absprechen!)

Alle Zertifikate, Bescheinigungen werden zu einem späteren Zeitpunkt evaluiert und immer wieder ergänzt.

3.4 Berufsorientierung im wöchentlichen Projekttag in Jg. 5 und 6

3.5 Berufserkundungen, z. B. Bäcker, Förster, Laborant, Koch, Geschäft, Markt

( siehe Projekte! )

3.6 Interviews zu Berufen mit Eltern, Onkel, Tante usw.

3.7 Informationen zu Berufen und Berufserfahrungen ( Eltern!)

Eltern stellen ihre Berufe, die Voraussetzungen dafür, bzw. ihren beruflichen Werdegang in der Klasse vor, jeweils eine ganze Unterrichtsstunde. Anschließend können die Schüler Fragen stellen und so über den Tellerrand hinausschauen.

Vorteil: Direkter Schüler – Bezug, denn es erzählt nicht irgendwer, sondern die Mutter von Leoni, Moira oder Lasse oder der Vater von Jolanda! Elternbeteiligung sehr wichtig! Beziehungen aufbauen! (Elternabende nutzen!)

3.8 Girls’ Day / Boys’ Day + Vorbereitung und Auswertung

Die Erfahrungen hierzu sind sehr positiv: Über 70 % der Schüler in Jahrgang 5 nehmen in der Regel teil, Jungen gehen zu Frisören, Mädchen in Autowerkstätten. Die Auswertung verläuft vor allem mit Blick auf frauen- und männerspezifische Tätigkeiten.

3.9 Mein „Traumberuf“: Zeichnung mit mehreren Materialien mind. auf DIN A3, Mitschüler raten den Beruf (in Kunst). Man erfährt viel über Zukunftsvisionen der Schüler, diese erkennen aber auch, dass nicht jeder Traum realisierbar ist.

( Entwicklung von Perspektiven )

    1. Einstieg in die Informationstechnischen Grundausbildung (siehe Medien-konzept), d.h. Basiswissen für die Benutzung des Computers erlernen

PC – Führerschein!

    1. Sympathenprojekt Das Sympathenprojekt als Menthorenprojekt der Caritas

betreut Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg ins Leben und in den Beruf.

4. Kompetenzen / Portfolio:

  • Sich selbst richtig einschätzen: Stärken und Schwächen selbständig beurteilen

  • Interessen nennen, Fähigkeiten (auch motorische) feststellen u. einschätzen

  • Basiswissen: Kommunizieren und wirtschaften (siehe auch BO – Kompetenzraster „Starke Seiten „ )Verantwortung für mich und andere übernehmen (s.o.)

  • Eigene Ausbildungswege erkennen (s.o.; Stärken, Schwächen, eigene Fähigkeiten und Interessen benennen, Berufe u. Arbeitsplätze beschreiben…)

  • Regionales Wissen (s.o.)

  • Sich Herausforderungen angemessen stellen: Anstrengungsbereitschaft zeigen,

  • Durchhaltevermögen zeigen,

  • Problemstellungen und Problemlösungen entwickeln,

  • neue Situationen meistern….

  • Wahrnehmung der eigenen Person und der jeweiligen Rolle
  • Mit Kritik umgehen
  • Sich strukturieren
  • Im Team arbeiten, Teambewusstsein entwickeln
  • Praxiserfahrungen sammeln u. auswerten
  • Berufe erkunden, darüber recherchieren
  • Beginnen, einen Lebensplan zu entwickeln

(„Eine Kompetenz ist etwas, was der Schüler gut kann.“ – Das Können und Wissen erfolgt aufbauend von Jg. 5 – 10 in Kompetenzstufen von „einfach“ bis „schwierig“ und wird im Laufe der Schuljahre durch weitere Kompetenzen ergänzt. Hier ist eine Ausdifferenzierung für die einzelnen Jahrgänge erforderlich. Beispiel: siehe Kompetenzraster in: „BO, Starke Seiten“ )